07.06.2014: Gelungener Start zur «Mission Nordfledermaus» - abendliche Suchaktionen am 13. Juni (evt. 14. oder 21. Juni)

Nordfledermaus

Mit gut 35 Teilnehmdnen fand unsere Startup-Exkursion vom 28. Mai grossen Anklang. Damit geht unsere «Mission Nordfledermaus» in Neuhausen am Rheinfall nun in die zweite Phase, wobei wir mit dem Fund einer neuen Wochenstube bereits einen weiteren Erfolg erzielen konnten. Mit Unterstützung der Bevölkerung wollen wir diesen Nachtjägern nun weiter auf die Spur kommen.

Ein erster grosser Erfolg ergab sich etwas unerwartet am 2. Juni als wir in der Abenddämmerung bereitstanden, um am bekannten Quartier an der Zentralstrasse eine Ausflugszählung zu machen. Anstatt die Tiere wie erwartet aus dem Zwischendach des Mehrfamilienhauses ausflogen, beobachteten wir, wie zahlreiche Nordfledermäuse vom Neuhauser Zentrum her kommend am Gebäude vorbeiflogen. Dank der spontan durchgeführten Rückverfolgung entgegen der Flugrichtung und mit etwas Glück gelang es uns, das aktuell besetzte Quartier nur wenige Häuser weiter auszumachen. Und tatsächlich handelt es sich um einen Volltreffer: Bei Zählungen am 3. und 5. Juni, die durch neu gewonnene Neuhauser Mitglieder unseres Vereins tatkräftig unterstützt wurden, stellten wir fest, dass rund 55 Tiere aus dem Quartier im Zwischendach zur nächtlichen Jagd starteten.

Ebenso haben wir bei unseren Beobachtungen an den vergangenen Abenden herausgefunden, dass die Nordfledermäuse zumindest zu Beginn der Nacht intensiv entlang der Rheinuferpromenade auf der Höhe des Bahnhofs Neuhausen am Rheinfall jagen, wobei sie einem dort regelrecht um die Köpfe fliegen.

Aufgrund dieser spannenden Ergebnisse haben wir uns dehsalb entschieden, die ursprünglich für die Morgendämmerung vorgesehenen Quartiersuchaktionen zugunsten von Beobachtungen in der Abenddämmerung zu ersetzen. Ziel ist es, in fünf Gruppen mittels dem Einsatz von Bat Loggern, welche die Ultraschallrufe der Fledermäuse aufzeichnen, herauszufinden, wo entlang des Rheins eine besonders hohe Aktivität festzustellen ist und wo eher weniger oder gar keine Tiere unterwegs sind. Wir hoffen, dass wir so das Rätsel, weshalb sich das Vorkommen der Nordfledermaus auf das Rheinfallgebiet zu fokussieren scheint, Schritt für Schritt lösen können. Auch können uns solche Jagd-Hotspots als Standorte für Netzfänge dienen, von welchen wir in Zukunft Tiere mit kleinen Sendern ausrüsten können, um sie in ihre Quartiere und Jagdgebiete zu verfolgen, eine unverzichtbare Grundlage für einen effektiven Schutz.

Sind Sie interessiert uns bei dieser Mitmach-Aktion am 13. Juni (evt. zusätzlich 14. oder 21. Juni) mitzuhelfen? Hier erhalten Sie weitere Infos.